Avocado-Bananen-Muffins – Saftige Muffins aus reifen Früchten
Manche Rezepte entstehen nicht aus Lust auf etwas Bestimmtes, sondern aus der Frage: Was mache ich jetzt damit? In meiner Küche waren es diesmal sehr reife Avocados und Bananen. Wer schon öfter Avocados übrig hatte, weiß: irgendwann wird es dringend. Und da ich ohnehin gerne ausprobiere, was Zutaten abseits der Klassiker können, lag ein Backexperiment nahe.
Nach dem herzhaften Avocadosaftbrot wollte ich wissen: Funktioniert Avocado auch in süßem Gebäck? Die Antwort kam in Form dieser Avocado-Bananen-Muffins.
Avocado und Banane haben beim Backen erstaunlich ähnliche Eigenschaften:
beide bringen Feuchtigkeit in den Teig
beide machen Gebäck weich und saftig
beide ersetzen einen Teil von Fett und Zucker
In Kombination entsteht ein sehr milder, runder Geschmack. Die Avocado bleibt dabei – wie schon beim Brot – geschmacklich im Hintergrund, während die Banane die Süße trägt. Perfekt also für alle, die es nicht übermäßig süß mögen.
Diese Avocado-Bananen-Muffins sind aus Resteverwertung entstanden – und genau dafür liebe ich sie. Sie zeigen, dass Avocado nicht nur herzhaft oder roh funktioniert, sondern auch im süßen Gebäck eine echte Bereicherung ist. Saftig, mild, nicht zu süß – und wieder ein Beweis dafür, dass man mit ein bisschen Neugier aus einfachen Zutaten etwas Neues machen kann.
Zutaten (12 Muffins)
2 reife Avocados
1 reife Banane
2 Eier
80 g Zucker
60g Butter oder Margarine, geschmolzen
280 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
1 Prise Salz
Optional: 100 g Kokosraspeln
Zubereitung
Avocados, Banane, Zucker und geschmolzene Butter pürieren.
Eier kurz unterrühren.
Mehl, Backpulver und Salz mischen und unterheben.
Zum Schluss die Kokosraspeln unterziehen.
Teig in Muffinförmchen füllen.
Im vorgeheizten Ofen bei 175 °C Ober-/Unterhitze etwa 30 Minuten backen.
Stäbchenprobe nicht vergessen.
Das Ergebnis:
Die Muffins sind deutlich saftiger als klassische Rührmuffins. Durch Avocado, Banane und Butter bleibt die Krume weich ohne schwer zu wirken. Der Kokos bringt eine leichte Struktur und rundet den Geschmack ab. Besonders schön: Auch am zweiten und dritten Tag schmecken die Muffins noch frisch. Kein Austrocknen, kein Krümeln.
Warum Muffins statt Kastenkuchen?
Ich habe mich bewusst für Muffins entschieden:
sie backen schneller
sie lassen sich gut portionieren
sie sind ideal zum Mitnehmen oder Einfrieren
Gerade bei experimentellen Rezepten mag ich Muffins – man sieht schneller, ob eine Idee funktioniert.